Vorgehen und Aufbau der Arbeit

 

Im Rahmen des Versuchs, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und nicht allzu viel von dem zu wiederholen, was schon vielfach geschrieben wurde, wird auf eine ausführliche Darstellung der Rezeptionsgeschichte und des Forschungsstandes zu Clausewitz[1] sowie auf die Darstellung der offensichtlichen Relevanz des Themas verzichtet.

 

Inhaltlich stützt sich diese Arbeit in der Hauptsache auf die von Hahlweg herausgegebene, 19. Auflage des Clausewitz’schen Werkes ‚Vom Kriege‘. Sekundärliteratur stelle ich überall dort inhaltlich dar, wo es sinnvoll erscheint, z.B. um die Komplexität eines Sachverhaltes zu erschließen oder meine Position zu schärfen bzw. zu verteidigen. Eine ausführliche Liste der in dieser Arbeit verwendeten Literatur findet sich im letzten Teil dieser Arbeit. Die bei der Erstellung dieser Arbeit relevantesten Standardwerke sollen zur Orientierung eine kurze Erwähnung finden. Sie decken die Erkenntnisse des nicht militärisch fokussierten Teils der Interpretationslandschaft annähernd vollständig ab.

 

  • Mit der Formel „den Krieg denken“[2] hat Aron im Jahr 1976[3] die bisher umfangreichste Studie über die Clausewitz’sche Theorie vorgelegt. Sein Fokus liegt dabei auf der dialektischen Vorgehensweise des Kriegsphilosophen. Zudem ist Aron durch sein Bemühen gekennzeichnet, Clausewitz für ein friedensorientiertes, ziviles Publikum salonfähig zu machen. So ist eine seiner zentralen Aussagen, dass Clausewitz die strikte Oberhoheit des Zivilen über das Militär gefordert habe.

  • Paret  hat ebenfalls im Jahr 1976[4] die bisher umfangreichste Studie zu Clausewitz‘ Persönlichkeit und seinem Verhältnis zum Staat vorgelegt, ohne dabei jedoch detailliert auf die Theorie des Krieges einzugehen. Ihm sind wesentliche Erkenntnisse zum geistigen Hintergrund, zur politischen Einstellung sowie zur Charakterentwicklung des Protagonisten zu verdanken.[5]

  • Kondylis befasste sich 1984 mit der Clausewitz’schen Theorie und stellte sie in einen Zusammenhang mit den Theorien von Marx, Engels und Lenin. Sein Werk ist vor allem deshalb bedeutend, weil es Clausewitz aus einer neuartigen, sehr abstrakten kulturphilosophischen Seite aus betrachtet. Kondylis wendet sich dabei explizit gegen eine liberale Clausewitz-Interpretation, wie sie von Aron vertreten wird.[6]

  • 2001 legte Herberg-Rothe eine Studie der Clausewitz’schen Kriegstheorie vor. Er greift grundsätzlich die Richtung von Aron auf, interpretiert den Clausewitz’schen Text jedoch vorrangig vor dem Hintergrund der geschichtlichen Ereignisse des frühen 19. Jahrhunderts, um die Ergebnisse anschließend selbst in das 21. Jahrhundert zu übertragen. Vor allem ist er der bisher einzige Autor, der die drei Wechselwirkungen zum Äußersten als ein zentrales Element der Theorie näher analysierte.[7]

  • Eine hilfreiche und übersichtliche Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse zum Thema Clausewitz, insbesondere auch der Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte, hat Heuser[8] im Jahr 2002[9] unter dem Imperativ „Clausewitz lesen“[10] publiziert.

  • Ein Vergleich der unterschiedlichen Kriegsbegriffe von Platon, Hobbes und Clausewitz wurde 2002 von Kleemeier veröffentlicht. Von besonderer Bedeutung für die Clausewitz’sche Theorie ist hierbei die fundierte Darstellung der moralischen Größen, die für Kleemeier zu Recht eine zentrale Stellung in der Clausewitz’schen Theorie einnehmen.[11]

  • Schösslers 2009 veröffentlichter „Grundriss einer Ideengeschichte militärischen Denkens“[12] ist insbesondere in Bezug auf den Strategiebegriff, das dialektische Verhältnis von Angriff und Verteidigung sowie die Relation von Zweck, Ziel und Mittel von Bedeutung.

 

Im Rahmen meiner Arbeit soll der Forschungsgegenstand Krieg in mehreren Schritten erschlossen werden. Noch im einführenden ersten Teil wird kurz auf das Leben und Wirken von Carl von Clausewitz eingegangen sowie die Genese und wesentlichen Problemstellungen seines Hauptwerkes dargestellt. Davon sind keine neuen Forschungsergebnisse zu erwarten, der Anteil ist aber zum Gesamtverständnis für diejenigen Leser notwendig, die mit Clausewitz bisher nur geringe Berührungspunkten verbanden.

 

Nach dieser Einführung wird im zweiten Teil der Arbeit ein gesellschaftstheoretischer Rahmen um die Kriegstheorie gesteckt. Es soll darin aufgezeigt werden, dass der Staatsbegriff, welchen Clausewitz verwendet, durchaus sinnvoll und ohne Bedeutungsverlust abstrahiert werden kann, so dass die Theorie auch außerhalb der konventionellen Staatenwelt sowie in Bürgerkriegen anwendbar ist. Zu diesem Zweck wird der Begriff politisches Gemeinwesen als abstraktes Grundelement in die Theorie des Krieges eingeführt und anhand einiger Clausewitz'scher Gedanke präzisiert. In diesem Zusammenhang muss auch der Begriff Gewalt für das Grundverständnis der Kriegstheorie entschlüsselt werden. Insbesondere ist im Sinne einer Prämisse herauszuarbeiten, dass moralische Gewalt nur innerhalb von politischen Gemeinwesen Anwendung finden kann und dass sich aus diesem Grunde die verschiedenen politischen Gemeinwesen untereinander in einer Art Naturzustand im Hobbesschen Sinne befinden. Es gibt in diesem Denkmodell also keine höhere moralische Instanz, die in dem Falle eines Konflikts Lösungen erzwingen oder wenigstens Regeln für die Konfliktaustragung vorgeben könnte. Zur Lösung von Konflikten bleibt also nur ein konsensorientierter Handel im Sinne eines Interessenausgleichs (Diplomatie) oder die Austragung durch prinzipiell nicht regulierte, physische Gewalt (Krieg).

 

Im dritten Teil der Arbeit soll die Theorie des Krieges in den engeren Fokus gerückt und deren Grundlagen dargestellt werden. Dazu ist zunächst der von Clausewitz gebrauchte, handlungsorientierte Kriegsbegriff zu analysieren und zu definieren. Insbesondere muss hierbei der in der Sekundärliteratur vielfach umstrittene Begriff des absoluten Krieges aufgegriffen werden. Mit Hilfe von Textanalyse soll dargelegt werden, dass der absolute Krieg im Endstadium der Clausewitz’schen Theorie nur noch ein Absurdum und gewissermaßen den Endpunkt eines rein theoretischen, mit der wirklichen Welt nicht mehr in Zusammenhang stehenden, logischen Gedankenfadens vor dem Hintergrund eines Sieges um jeden Preis darstellte. Dies bildet gleichsam den Übergang zu der hauptsächlichen Schwierigkeit der Kriegstheorie, welche Clausewitz in den letzten Jahren seines Lebens maßgeblich umtrieb. Diese Hauptschwierigkeit bestand in der Erfassung der Verschiedenartigkeit der Kriege. Diese Verschiedenartigkeit bezog sich dabei nicht – wie in der Sekundärliteratur vielfach angenommen – auf ein sich mit der Zeit wandelndes Kriegsbild im Allgemeinen, sondern konkret auf die Verschiedenartigkeit in der Intensität der Kriegsführung. Diese Intensität lässt sich auf die Faktoren 1) Anstrengung der Kräfte als Ganzes, 2) Effizienz, mit welcher diese Kräfte die Vernichtung der gegnerischen Kräfte anstreben und 3) Rücksichtslosigkeit, mit welcher die Streitkräfte die Gewalt anwenden, zurückführen.

 

Dabei wäre die Verschiedenartigkeit nicht weiter wundersam, wenn das Äußere der Intensität ein Ideal darstellen würde und jedes Abweichen davon auf eine konkrete Schwäche oder einen Mangel an Energie zurückgeführt werden könnte, wenn es sich also regelmäßig um einen Fehler handeln würde. Das starke Erkenntnisinteresse Clausewitz‘ ist jedoch dadurch begründet, dass die Verschiedenartigkeit in jedem einzelnen Fall begründet zu sein scheint und also im normativen Sinne der Theorie zweckmäßig und somit richtig ist. In der Hauptsache problematisiert Clausewitz also nicht die konkrete Gestalt der Gewaltanwendung bzw. des Krieges, sondern das abstrakte Ideal der Kriegsführung im Sinne einer normativen Bewertung von richtigem und falschem Handeln im Krieg, welches von Fall zu Fall verschieden zu sein scheint. Es wandelt sich also nicht nur die Erscheinung des Krieges, sondern auch das eigentliche Wesen desselben.

 

Nach dieser engeren Umgrenzung der eigentlichen Problemstellung der Theorie des Krieges im Clausewitz’schen Sinne folgt eine analytische Einteilung der Kriegstheorie, die im weiteren Verlauf auch die Struktur der Arbeit bestimmen wird. Demnach lassen sich drei Dimensionen des Krieges in der Theorie trennscharf differenzieren:

 

  1. In der politischen Dimension ist der Krieg bzw. der Feldzug ein Mittel, um den jeweiligen politischen Zweck zu verwirklichen. Gleichsam ist hier die Bestimmung der Anstrengung der Kräfte zu verorten, die das politische Gemeinwesen für den Krieg aufbringt.

  2. Auf strategischer Ebene wird der Krieg bzw. der Feldzug, der in der politischen Dimension als Ganzes betrachtet wurde, in einzelne Gefechte zergliedert. Die Gefechte sind nunmehr ein Mittel, welches – allgemein gesagt – zu dem Zweck der Politik eingesetzt wird. Hier wird unter anderem der Grad der Effizienz bestimmt, mit welchem die eigenen Streitkräfte auf das Ziel ausgerichtet werden, die gegnerischen Streitkräfte zu vernichten.

  3. Schließlich bleibt die taktische Dimension, in welcher das Gefecht in die Einzelhandlungen der Streitkräfte zergliedert wird. Hier sind also die Streitkräfte das Mittel, welches zum Zweck der Strategie eingesetzt wird. Entsprechend ist hier auch die Bestimmung zu verorten, mit welchem Grad der Rücksichtslosigkeit die Gewalt angewendet wird.

 

Der vierte Teil der Arbeit befasst sich mit der politischen Dimension des Krieges. Zunächst ist dazu die eigentümliche Natur des Mittels Krieg herauszuarbeiten. Demnach verfügt jeder Krieg aufgrund der darin wirksamen lebendigen Kräfte, der lebendigen Reaktion des Gegners sowie der Unbekanntheit aller Daten über ein hohes Maß an Eigendynamik, die sich im Vorfeld eines Krieges kaum durch die Politik kalkulieren lässt. Hiernach wird festgestellt, dass jeder Krieg auf einem politischen Zweck beruht, d.h. dass jedem Krieg eine politische Absicht zugrunde liegt, welche mit Hilfe des Krieges verwirklicht werden soll. Diesem politischen Motiv steht jedoch ein anderer politischer Wille entgegen, so dass der Zweck nicht unmittelbar realisiert, sondern zunächst der politische Wille des Gegners überwunden werden muss (Ziel des Krieges). Die endliche Realisierung des politischen Motivs ist also unter Umständen eine dem Krieg selbst nicht angehörige Folgehandlung. Dabei ist es ein normativer Anspruch der vernunftorientierten Theorie des Krieges, dass dieser politische Zweck als ursprüngliche Absicht auch das Handeln im Krieg bestimmen soll. Dies ist deshalb keine Selbstverständlichkeit, weil sich im Krieg auch andere Motive neben den politischen Zweck als das ursprüngliche Motiv stellen. Diese Motive sind im Rahmen dieses Teils der Arbeit zu analysieren. Es stellt sich ferner die Frage, in welchem Zusammenhang die Motive zum Krieg mit der Intensität der Kriegsführung auf politischer Ebene, d.h. mit dem Umfang der Anstrengungen zum Krieg, zusammenhängen. Da auch der Gegner von Motiven zum Krieg angetrieben wird, muss der Krieg seiner Zielsetzung nach genau gegen diese Motive wirken, um den Gegner zum erwünschten Frieden zu zwingen. In der Folge kommt der Analyse der gegnerischen Motive zum Krieg eine zentrale Rolle bei der Festlegung der Ziele des Krieges zu.

 

Im fünften Teil der Arbeit wird die strategische Dimension des Krieges betrachtet. Die Strategie verfolgt – wenn sie im Sinne der Theorie treffend gewählt wurde – den Zweck der Überwindung des gegnerischen Willens (auch Ziel des Krieges auf politischer Ebene). Das einzig wirksame Mittel dazu ist das Gefecht oder die Bedrohung des Gegners mit demselben. Dazu bestimmt die Strategie Kräfte, Raum, Zeit und Ziel der einzelnen Gefechte. Es muss hier also zunächst das einzelne Gefecht, sowie die Implikationen der einzelnen Bestimmungen desselben näher untersucht werden. Insbesondere ist zu hinterfragen, welche Ziele die Strategie dem einzelnen Gefecht vorgeben kann und welche Ziele die Strategie folgerichtig sich selbst setzen kann, um den Zweck, die Überwindung des gegnerischen Willens zum Krieg, zu erfüllen. Es wird dabei darauf ankommen, einen Zusammenhang zwischen strategischer Zielsetzung und Effizienz der Kräfte herzustellen. Werden die Kräfte zusammengefasst in einer Hauptschlacht verwendet oder wird eher eine Art Klein- oder Partisanenkrieg geführt oder gar das Gefecht überhaupt gemieden? Aus dieser Frage ergibt sich eine Diskussion um die Möglichkeiten generischer Grundsätze, mit denen eine möglichst treffende Strategie entwickelt werden könnte. Eine allgemeingültige Lösung kann die Theorie in diesem Zusammenhang nicht bieten, da die strategische Gleichung im konkreten Einzelfall von zu vielen unüberschaubaren Variablen abhängt – sie muss es aber auch nicht, da die im Einzelfall gewählte Strategie niemals idealtypisch sein kann, sondern in der wirklichen Welt maßgeblich durch die Fähigkeiten, die Talente und die Machtvollkommenheit des Feldherrn bestimmt wird. Entsprechend wird ein besonderes Augenmerk auf die von Clausewitz im Rahmen des kriegerischen Genius vermittelte idealtypische Persönlichkeitsstruktur des Feldherrn gelegt, um daraus im Anschluss Rückschlüsse auf eine sich dem Ideal annähernden Strategie zu ziehen.

 

Der sechste Teil der Arbeit befasst sich mit der taktischen Dimension des Krieges, d.h. mit der Führung des Gefechts bzw. dem unmittelbaren Einsatzes von Gewalt. Das Mittel der Taktik sind die Streitkräfte, die zum Zweck des strategischen Ziels benutzt werden. Zunächst wird also eine Analyse und eine Systematik in Bezug auf Streitkräfte entwickelt. Insbesondere werden die moralischen Kräfte auf einer abstrakten Ebene strukturiert und analysiert. Es wird festzustellen sein, dass die Streitkräfte im Gefecht notwendigerweise mit dem Ziel eingesetzt werden müssen, andere Streitkräfte zu vernichten. Damit stellt sich also die Frage, wie auf dieser Ebene des Krieges überhaupt zwischen verschiedenen Intensitäten der Gewalt differenziert werden kann. Dazu sind elementare und allgemeingültige Grundprinzipe des Gefechts sowie Möglichkeiten der Rücksichtnahmen und Gewaltbegrenzungen zu untersuchen. Das Ziel des Gefechts bzw. die Art und Zusammensetzung der Streitkräfte wird dabei wesentlich darüber entscheiden, mit welcher Rücksichtslosigkeit die Vernichtung feindlicher Streitkräfte verfolgt wird. In der konkreten Situation wird die Art und Zusammensetzung der Streitkräfte, die im jeweiligen Einzelfall ein Gegebenes ist, also erhebliche Rückwirkungen auf die Möglichkeiten des Feldherrn in Bezug auf seine strategischen Zielsetzungen haben.

Zum Abschluss der Arbeit folgt im siebten Teil eine ganzheitliche Betrachtung, in welcher die einzelnen Dimensionen zu einem Ganzen zusammengebracht werden, so wie sie auch in der wirklichen Welt keine getrennten Aspekte, sondern immer nur ein Teil des Ganzen sind. Es wird hier also versucht, den Geist des Krieges endlich in seiner Gesamtheit zu erfassen und darzustellen. Danach folgt ein Ausblick auf zukünftige, auf dieser Arbeit möglicherweise aufbauende Forschungsvorhaben. Insbesondere soll eine Richtung dafür angegeben werden, wie moderne Konflikte, vor allem sogenannte Stabilisierungsoperationen, in der in dieser Arbeit aufgestellten Systematik eingeordnet und erklärt werden können.

Jetzt I.3.1 Leben und Wirken Carl von Clausewitz (Teil 1) lesen

0
0
0
s2sdefault

Kapitel I - Übersicht

  • I.1 Zielsetzung der Arbeit

    Das Thema Krieg gewinnt in Anbetracht moderner bewaffneter Konflikte und dem zunehmend offensichtlichen Kampfeinsatz der Bundeswehr in Afghanistan auch im deutschen Sprachraum an Aktualität und Brisanz. Dabei gibt es kaum eine wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema, die ohne einen Verweis auf oder ein Zitat aus dem Clausewitz’schen Hauptwerk Vom Kriege auskommt. Read More
  • I.2 Vorgehen und Aufbau der Arbeit

     Vorgehen und Aufbau der Arbeit   Im Rahmen des Versuchs, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und nicht allzu viel von dem zu wiederholen, was schon vielfach geschrieben wurde, wird auf eine ausführliche Darstellung der Rezeptionsgeschichte und des Forschungsstandes zu Clausewitz[1] sowie auf die Darstellung der offensichtlichen Relevanz des Themas verzichtet. Read More
  • I.3.1 Leben und Wirken Carl von Clausewitz (Teil 1)

     Das Leben von Clausewitz ist in der bestehenden Literatur ausführlich und weitestgehend unstrittig nachgezeichnet.[1] Im Folgenden soll das Leben des Generals mit den wichtigsten Eckpfeilern dargestellt werden, damit das Hauptwerk ‚Vom Kriege‘ auch aus der Zeit und den Lebensumständen seines Verfassers heraus verstanden werden kann. Read More
  • I.4 Schwierigkeiten des Hauptwerkes Vom Kriege

    Das aus acht Büchern und insgesamt 124 Kapiteln bestehende Vom Kriege ist über einen Zeitraum von zwölf bis vierzehn Jahren entstanden, nicht vollendet und posthum von Marie von Clausewitz veröffentlicht worden.[1] Dies wäre vielleicht nicht sonderlich tragisch, wenn es dem Autor lediglich verwehrt geblieben wäre, einen Schluss oder einige einzelne Kapitel zu verfassen. Die Problematik ist vielmehr, dass Clausewitz es nicht schaffte, das Werk zu überarbeiten und in Gänze auf den Stand einer einheitlichen, abgeschlossenen Theorie zu bringen. In diesem Sinne ist umstritten, welche Teile überarbeitet wurden und welche einem älteren Gedankengut geschuldet sind. [2] Read More
  • 1